Calvi dell' Umbria - Cantalupo

22km, 23°, sonnig


Für manche von uns begann der Tag heute morgen etwas früher als für andere. Eine kleine Gruppe kämpfte sich heute schon eine Stunde früher, eingekuschelt in dicke Wolldecken, aus dem Bett. Wir hatten den Wunsch, den Sonnenaufgang zu sehen, was sich allerdings schwieriger gestaltete als erwartet. Denn wir waren, wie so oft, hinter dem Berg. Deshalb warteten wir geduldig, bis sich die Sonne doch noch zeigte. Nachdem wir für unser heutiges Geburtstagskind gesungen hatten, ging es zum Frühstücken ins Restaurant. Dort gab es Gebäck, Kaffee und für Manche sogar ein Stück Pizza. Die ersten Kilometer liefen wir nur Asphaltstraße, weshalb wahrscheinlich niemand erwartete, dass unser Leitsatz bald dieser sein würde: "Wenn es falsch aussieht, sind wir richtig!" Denn bald rutschten wir kleine "Abhänge" runter, rannten Hügel hinab, liefen durch tiefe Pfützen und meisterten einen Anstieg, während wir duch ein trockenes Bachbett liefen. Und das alles ohne jegliche Bestätigung der Pilgerzeichen. Nach dieser Abenteuertour ging es auf der Straße weiter durch eine Vielzahl kleiner Dörfer. Unser Weg stets begleitet durch Olivenbäume und bellende Hunde. Wenige Kilometer vor unserem Ziel machten wir Pause bei einem alten Kloster. Dort stolperten wir mitten in die letzten Vorbereitungen einer Hochzeit. Davon ließen wir uns zunächst nicht stören, besuchten trotzdem die Kirche und aßen ein Eis. Als dann aber tatsächlich die Braut vorfuhr, wurde doch die Neugier der meisten Mädchen geweckt. Angekommen in Cantalupo mussten wir uns von den Einheimischen den Weg zum Hostel zeigen lassen, wo wir allerdings feststellen mussten, dass die Türen zwar offen, aber niemand da war. Als wir zum Beispiel in der Rezeption anriefen, klingelte direkt neben uns das Telefon. Was macht man also in einer solchen Situation? Erstmal essen! Wir suchten uns ein schönes kleines Restaurant, wo wir von einer italienischen Bilderbuch-Mama bekocht wurden. Währenddessen klärte sich auch das Problem mit der Unterkunft. Also konnten alle gesättigt, geschafft und frisch geduscht in die Betten fallen.

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